Klettersteig


Historischer Klettersteig Pinut - Crestasee - Rheinschlucht - Caumasee 


Tourengeher: Otto, Hans N., Andrea E., Arzu, Caro

6.7.2019


32,80 km

1370 HM


Flims - Pinut Klettersteig  Bergstation Servetsch Pinut (2054m) - Crestasee (844m) - Rheinschlucht  - Aussichtsplattform Conn - Caumasee (997m) - Flims 


Mitten in der steilen Felswand des Flimsersteins liegt eine Wiese, die seit Mitte des 18. Jahrhunderts begehbar war und auch landwirtschaftlich genutzt wurde - der Pinut. Es war die Pioniertat des Flimser Bürgers Christian Meiler, der 1906 mit Metall-Leitern den lebensgefährlichen Aufstieg zu einem nervenkitzelnden  Abenteuer ohne Risiko und die Wand des Flimsersteins vom Fuß bis zur Hochebene des Steins begehbar machte. In der Hälfte der steilen Wand errichtete er ein versperrtes Tor, dessen Schlüssel man nur nach der Entrichtung einer Taxe im Fidazer Hof erhalten hat. Doch bleiben durch den ersten Weltkrieg die erhofften Gäste aus und der Steig fi el in einen fast 100-jährigen Dornröschenschlaf, aus dem ihn im Jahr 2006 der Tourismusverein und Chäpp Rhyner wachgeküsst hat. Das Motiv blieb das gleiche, doch es hat sich gelohnt. Mit vielen Stufen wandert man unschwierig durch die ausgesetzte Wand und der Tiefblick ist einzigartig.


Und nachdem Andrea von diesem Klettersteig schon gelesen hatte und uns nach unserer Rheinschlucht Tour darauf aufmerksam gemacht hat, wollten wir natürlich da hin. 

Schnell habe ich die Tour mit Komoot geplant, sodass wir zusätzlich am Crestasee, der Rheinschlucht und dem Caumasee vorbei wandern, und schon konnte es losgehen. 

Als 5 köpfige Gruppe ging es auf die wunderbare Rundtour. 

Der Klettersteig ist für Anfänger sehr gut geeignet, ein wenig Kondition braucht es aber trotzdem, da es, wenn man nur den Ks begeht, mit dem Anstieg auch 930 Hm werden, die man hoch und natürlich wieder runter muss. 

Es sind sehr viele Leitern verbaut, welche aber alle sehr angenehm zu begehen sind, nicht so, wie man es von manch anderen Klettersteigen gewohnt ist.

Er ist unterteilt in drei Stücke, zwischendurch steigt man wieder auf normalem, gut begehbarem Wanderweg hoch. 

Im Ausstieg angekommen, geht es hoch zur Bergstation. Dort kann man im Selbstbedienungs - Jausenstübchen jausnen. 

Abgestiegen sind wir über die Alp Tegia Gronda Richtung Bargis und weiter zum Crestasee. 

Beim Crestasee angekommen, zogen dann rasch sehr dunkle Wolken auf und es nahte ein Gewitter. Deshalb sind wir am See auch nur noch rasch vorbei gezogen Richtung Caumasee. Auf dem Wege hat uns auch für etwa 15 min. der Regen erwischt. Gottseidank hat es aber dann wieder aufgerissen und rasch blinzelte sogar auch schon wieder die Sonne heraus. Somit konnten wir den Rest der Tour auch noch geniessen.