Bergtour

 

Zimba 2643m 

Überschreitung West - Nordost

 

Tourengeher: Markus E., Caro

1.07.2018

 

Tschappina (Bürserberg) 924m - Sarotlahütte 1645m - Zimbajoch - Westgrat - Zimba 2643m - abseilen Norostgrat - Sarotlahütte - Tschappina


16,7 km

1665 HM

Klettern Schwierigkeit III+


Die Zimba, das sogenannte Matterhorn Vorarlbergs, habe ich schon so oft aus der Ferne bewundert und stand schon eine Weile auf meiner Wunschliste. 

Markus sei Dank durfte ich sie heute mit ihm besteigen. 

Der Ausgangspunkt um 5 Uhr morgens liegt für uns bei der Brücke über den Alvierbach unterhalb des Sägewerks in Bürserberg Tschappina. (Nach Überquerung des Baches folgt man den Markierungen des Walserweges, der parallel zum Bach verläuft. Nach etwa 1,1 km erreicht man den Bach des Sarotlatales.) 

Stetig ansteigend geht es durch das schöne Sarotlatal hoch zur 2000 neu aufgebauten Sarotlahütte. Diese liegt auf 1645m zu Füßen der wunderschönen Zimba.

Die Hütte verfügt über keine Zufahrtsmöglichkeit und keine Seilbahn. Frischwaren werden drei mal wöchentlich mit dem Rucksack hoch getragen und ich habe schon des öfteren gehört der Kaiserschmarren soll ein Gedicht sein. Leider hat es heute aber keinen gegeben. 

Weiter geht es hoch in Richtung Zimbajoch. Hier waren noch einige steile Schneefelder zu queren, was ich persönlich überhaupt nicht mag, dementsprechend froh war ich diese heil passiert zu haben. 

Die Bergspitzen leuchteten inzwischen schön von der aufgehenden Sonne. 

Bis zum Zimbajoch benötigten wir vom Ausgangsort 3 Stunden. Dort machten wir ein Päuschen und ab hier bekamen wir dann auch das erste mal einige Sonnenstrahlen ab. Das war recht angenehm, denn beim bisherigen Aufstieg war es, dadurch dass alles im Schatten liegt noch frisch genug.

Bis zur Sohmplatte, die auch gleich die Schlüsselstelle der Tour ist, geht es dann kraxelnd, aber unschwierig hoch. Dort seilten wir uns an und kletterten gesichert weiter. Nach der ersten Seillänge braucht es eigentlich keine zwingende Sicherung mehr. In schöner Kletterei geht weiter zum Gipfel hoch. Vom Zimbajoch benötigten wir 2 Stunden auf den Gipfel, somit standen wir nach genau 5h Gesamtanstiegszeit mit einem Päärchen am Gipfel. 

Hier hat man einen wundervollen Rundumblick. 

Der Abstieg den wir gewählt haben ist gleichzeitig der einfachste Abstieg und führt über die Nordostkante mit Abseilen in drei Seillängen. Kann auch gut im 2 Grad abgeklettert werden. Dort kann das Kletterzeu endgültig eingeoackt werden und es geht weiter über das lange, steile und etwas unangenehm zu gehendes Schotterfeld im Steintäli hinab zum Weg zur Sarotlahütte. Hier hätte ich persönlich Stöcke angenehm empfunden. 

Der weitere Weg ist dann wieder gut und schön mit wunderbar vielfältiger Alpenflora. Am liebsten wäre ich in die blühende Wiese reingelegen und hätte die Sonnenstrahlen genossen. 

Bei der Sarotlahütte angekommen war diese zwischenzeitlich schon gut besucht und wir gesellten uns zu einem Radler dazu. 

Schlussendlich ging es den restlichen Abstieg zurück zum Auto. 


Super gsi! ☺️😍