De Luca-Innerkofler-Klettersteig, Paternkofel 2744m und Umrundung der Drei Zinnen 2999m

Sexten, Dolomiten

 

Tourengeher: Otto, Caro

14.10.2017


Anfahrt: Über Brennerautobahn, Ausfahrt Brixen, über Toblach in Richtung Cortina d'Ampezzo. Richtung Misurinasee, zuletzt auf Mautstraße zur Rifugio Auronzo


Distanz: 12,26 km

Höhenmeter: 820 HM

     

 

Zu den Drei Zinnen in den Sextener Dolomiten wollte ich schon lange. 

Viele Wochen zuvor hatten wir ein Zimmer gebucht und haben bis dato gehofft und gebangt daß das Wetter mitspielt da es zwischenzeitlich doch auch schon geschneit hatte. 

 

Nun war es endlich soweit. Die Wetterprognose konnte nicht besser sein - seit vielen Tagen stabiles Hochdruckwetter und kein Ende in Sicht. 

 

Somit ging es für Otto und mich am Freitag Nachmittag los Richtung Hochpustertal. 

 

Passend zu einer unserer Touren wir wählten als Unterkunft den 1791 erbauten Unteradamerhof der Familie Innerkofler, das Geburtshaus des Sepp Innerkofler. 

 

Das Gipfelkreuz auf dem Paternkofel ist dem legendären Sextner Bergführer und Kommandant der Sextner Standschützen Sepp Innerkofler gewidmet. Er fiel im ersten Weltkrieg beim verteidigen seines Heimatlandes gegen die Italiener. Er fiel am Gipfel des Paternkofels.

Beide Kriegsparteien wollten diesen Berg besetzen. Durch den Steinewerfer Piero de Luca (so erzählen die Italiener) starb Innerkofler. Die Österreicher dagegen sagen, er wäre von einer Kugel am Kopf getroffen worden. Beides tragisch, er kam ums Leben. Besonders tragisch: Der Steinewerfer Piero de Luca soll von Innerkofler kurz zuvor noch von einer Kletterei an der Großen Zinne gerettet worden sein. 

Die Namensgebung für den Klettersteig von der Drei-Zinnen-Hütte hinauf zum Gipfel Paternkofel sei hier nun erklärt. De Luca-Innerkofler-Klettersteig. 

Sepp Innerkofler wurde zunächst am Gipfel des Paternkofels beigesetzt. Erst 1918 wurde er exhumiert und auf den Friedhof in Sexten umgebettet. 

 

Wir wurden herzlich erwartet, bezogen unsere Zimmer und freuten uns auf die bevorstehenden Tage. 

 

Am nächsten Morgen, nach einem liebevoll gerichteten und leckeren Frühstück, machten Schatz und ich uns neugierig auf zum Parkplatz der Auronzohütte, welche unser Ausgangspunkt für den De Luca-Innerkofler Klettersteig und die Drei Zinnen Umrundung darstellt. 

Die Fahrt zur Hütte war schon sehr eindrücklich, überall wunderschön herbstlich verfärbte Bäume und markante Bergspitzen die von der Morgensonne angestrahlt wurden. 

25,- Euro beträgt die Mautgebühr, nebenbei erwähnt. 

 

Dafür daß das Wetter so toll war waren erstaunlich wenige Leute unterwegs.

So liefen wir dann von der Auronzohütte los zur Lavaredohütte, weiter zum Paternsattel und zur Drei Zinnen Hütte.

Hier dann über einen Felskamm des Paternkofels, vorbei am Frankfurter Würstel bis zum Beginn des ersten Kriegstollens wo wir das Klettersteigset anzogen. 

Hier geht es eindrücklich gleich mehrere hundert Meter durch das innere des Berges und über den eigentlichen Klettersteig bis kurz unterhalb des Gipfels. Weiter geht es unter anderem über einen kurzen Felsaufschwung den man ungesichert erklettern muss. Daraufhin sind es nur noch wenige unschwierige Meter zum Gipfel.

Auf dem Gipfel hat man eine wunderbare Rundumsicht auf die Nordwände der Drei Zinnen, Haunold-Gruppe, Schusterkamm, Hochbrunner Schneid, Elfer- und Zwölferkofel. 

 

Wieder bei der Drei Zinnen Hütte angekommen machten wir uns auf den Weg der restlichen Umrundung. 

Diese zog sich dann doch etwas in die Länge da uns das Wasser ausgegangen ist und weit und breit keine Möglichkeit war welches nachzufüllen. Das war schon sehr anstregend, vorallem weil es sommerlich warm war. 

 

Ziemlich fix und foxi waren wir dann trotz der sehr eindrücklichen Tour nicht beleidigt als wir dann wieder bei der Auronzohütte ankamen wo wir dann erstmal gleich etwas zu trinken bestellten bevor es wieder zurück nach Sexten ging. 

 

Den Abend liessen wir gemütlich beim Essen ausklingen.